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Von der Anfahrtzeit-Isochrone zum planerischen Erreichungsgrad (Schutzzielerfüllung)
Nach einer Realbefahrung ausgewählter Strecken des Einsatzgebietes mit Sonder- und Wegerechten und einer anschließenden Fahrzeitsimulation der nicht befahrenen Strecken werden Anfahrtzeit-Isochronenkarten der einzelnen Feuerwehrstandorte (Beispiel Karte 1) erstellt.

Karte 1: Räumliche Erreichbarkeiten in 7 bzw. 12 Minuten Fahrzeit
Die Anfahrtzeit-Isochrone wird zur Hilfsfrist-Isochrone, indem die mittleren Zeitdauern für die Gesprächs-, Dispositions- und Ausrückzeit am jeweiligen Feuerwehrstandort zur Anfahrtzeit hinzuaddiert werden:
-
Formel:
T(Gespräch+Disposition+Alarmierung) + T(Ausrück) + T(Anfahrt) = Hilfsfrist
- Beispiel:
1,5 Minuten + 1 Minuten + 7 Minuten = 9,5 Minuten
Das räumlich-zeitliche Versorgungsniveau innerhalb der
Hilfsfrist wird durch Überlagerung und grafische Verschneidung der
Hilfsfrist-Isochronen der verschiedenen Feuerwehrstandorte in der
Gemeinde sichtbar (Beispiel in Karte 2 die
9,5-Minuten-Hilfsfrist-Isochrone).
Auf gleiche Weise lässt sich auch eine Karte für eine weitere Hilfsfrist erstellen (z. B. 14,5 Min. nach Meldung).
Ist die Anzahl der innerhalb der mittleren Ausrückzeit zu erwartenden
Einsatzkräfte bekannt (Wachstärke einer Berufsfeuerwehr,
Erwartungswert bei Freiwilligen Feuerwehren), so kann die
Hilfsfrist-Isochrone um die erwartete Personalstärke ergänzt werden.
Entspricht die Summe der innerhalb der Hilfsfrist erwarteten
Personalstärke den Vorgaben des kommunalen Schutzziels (z. B. 16
Einsatzkräfte in 14,5 Min.), wird die so versorgte Fläche grün
eingefärbt, d.h. "Schutzziel erfüllt", wie beispielhaft in Karte 3
aufgeführt.
Das Sicherheitsniveau in der Gemeinde wird so leicht ersichtlich und verständlich dargestellt.

Karte 2: Räumliche Erreichbarkeiten in 9,5 Minuten Hilfsfrist

Karte 3: Standardschutzziel und Minimalschutzziel
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Dr. Holger de Vries
Tel. 0228-9494-0